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Auf den litauischen Teil der Kurischen Nehrung gelangen Besucher von Klaipeda aus nur mit dem Schiff. Die Fähre, die direkt von der Altstadt abfährt, befördert in der Hochsaison von Mai bis September nur Passagiere. Ein paar Autominuten weiter südlich befindet sich der Fähranleger für Autos und Busse.
Sehenswert auf der Nehrung sind die malerischen Fischerdörfer. In Nida können Touristen in kleinen gemütlichen Cafe´s verweilen und die berühmte Hohe Düne von der Haffseite aus bewundern. Doch auch zu Fuß ist die "Sahara des Nordens" für Untrainierte leicht erreichbar. Verschiedene Bernsteingalerien und das Thomas-Mann-Haus laden zu einem Besuch ein. Ein beliebtes Reisesouvenir sind die handgeschnitzten Kurenwimpel, die die Fischerboote schmücken und an denen die Besitzer zu erkennen waren. Der kilometerlange weiße Ostseestrand bietet Erholungssuchenden und Badegästen zu jeder Tageszeit ein freies Plätzchen.
Die Kurische Nehrung ist ein 98 km langer Landstreifen (bzw. Halbinsel) zwischen Klaipėda und Lesnoje, von dem heute 52 km zu Litauen und 46 km zu Russland gehören. Die Nehrung trennt das Kurische Haff von der Ostsee. Die Nehrung besteht ausschließlich aus Sand mit riesigen Wanderdünen, die in den vergangenen Jahrhunderten, nach der Abholzung in der frühen Neuzeit, immer wieder Ortschaften unter sich begruben. Die Große Düne bei Nidden, eine der größten Dünen Europas, wird auch die ostpreußische Sahara genannt.
Bei Klaipėda befindet sich eine etwa 300 m breite Verbindung zwischen diesen Gewässern. Im Jahr 2000 wurde die Kurische Nehrung von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Kurische Nehrung wurde von Alters her vom Volksstamm der Kuren besiedelt, unterbrochen von rund zwei Jahrhunderten, in denen sie bis auf wenige Familien nach Norden abgewandert waren.
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